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HEUSCHNUPFEN nennt man die allergische Reaktion die von Pollen ausgelöst wird. Heute schauen wir uns das Thema mal unter dem Kinesiologen-Mikroskop an. Der Text ist länger. Ich will keine Wegklick-Links einbauen. Wenn’s dich betrifft wirst dus vielleicht lesen – und wenn nicht, dann liest du es vielleicht trotzdem. Also los.

Allergien sind tricky

Was macht die Pollenallergie im Gegensatz zu anderen Abwehrreaktionen so speziell? Ihre Auslösesubstanz kann nicht so einfach vermieden werden! Wenn ich weiß, dass ich gegen Katzenhaare allergisch bin, kann ich Katzen meiden – oder bei Sellerie, Sellerie. Wenn ich weiß, dass ich gegen Pollen allergisch bin, beginnt Ende Februar der psychische Stress, weil ich weiß – jetzt is bald soweit! Fenster zu und kein Schmusibusi in Wald und Wiese.

Ich erlebe es in meiner Praxis immer wieder, dass Allergien anders wahrgenommen werden als andere Abwehrprogramme im menschlichen Körper. Allergien haben für Betroffene oft so etwas „endgültiges“. Ich bin gegen Gräser allergisch. Punkt. Ich bin gegen Meeresfrüchte allergisch (aber ich mag sie eh nicht, deswegen stört mich das gar nicht.)
Natürlich kann es bei Überschussreaktionen wie das bei Allergien der Fall ist, sinnvoll sein, streckenweise auf Substanzen und Lebensmittel zu verzichten. Aber die Karenzierung und Vermeidung ist nicht das Ende der Fahnenstange mit der wir uns zufrieden geben müssen. Sie kann ein Teil davon sein, aber keine Dauerlösung.

In die Tiefe informieren
Ich finde eine absolut gelungene Erklärung über den Allergie-Ablauf im Körper beschreibt Dr. Georg Weidinger in seinem Buch „Das Wunder Immunsystem“. Dort zeigt er sehr verständlich die Reaktionsketten und das Zusammenwirken von Antigen, Histamin, Mastzellen, Rezeptoren usw.
Ein Dialog aus dem Buch geht so: „Wenn ihr diese Antigen je wieder seht, gleich schließen! Die Soldaten, nennen wir sie Mastzellen, sind es gewohnt, Befehle auszuführen. Sie hinterfragen nicht, ob das Allergen wirklich eine Bedrohung ist. Sie schießen los, sobald sie eines dieser Allergene erblicken.“
Wer nicht nur unglaubliche Wahrheiten über Allergien erfahren möchte, sondern dabei noch bestens unterhalten werden will, dem ist das Buch „Allergien (r)evolutionär“ von Magdalena Stampfer ans Herz gelegt. Infos dazu noch weiter unten.

„Ich darf keine SoUndSo“ – der Standardsatz des Allergikers

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, auf gefühlt ALLES verzichten zu müssen um den Körper halbwegs stabil zu halten. Es ist ur mühsam. Jeder Verzicht löst auf einer anderen Ebene wieder Stress aus (ich darf nicht, ich muss aufpassen, vorsichtig sein usw) – der zwar oft viel erträglicher ist, als juckende nässende Haut oder brennende Augen, aber dennoch keine Dauerlösung sein soll.

Allergien ganzheitlich betrachten
Die Lösung ist wie bei allen Anliegen auch individuell, weil DU und dein Immunsystem es auch seid.
Welche Lösungen kann es geben? – mein kinesiologischer 2-Stufen-Plan

  1. Was ist der körperliche-biochemische Anteil und was kann hier für dich sinnvoll sein? (Karenzierung, Darmsanierung, Entgiftung, Stärkung eines Organs usw.)
  2. Was ist der geistig-seelische Anteil – wo gibt es Stress, Disharmonie, innere Konflikte – was will dir dein Körper mit seiner entzündlichen Reaktion sagen? Wo spielt das Thema Toleranz und Intoleranz, Grenzen setzen, sich wehren usw. eine Rolle in deinem Leben.

Ein Beispiel für den seelischen Anteil:

Es gibt Allergien die sind seelischer Natur – sie dienen zB einem einfachen Zweck wie zB „wenn ich im Frühling Heuschnupfen habe, dann muss ich nicht mit anderen in Kontakt treten“. Jetzt kann man sich denken, na wie jetzt, na dann bleibt man halt daheim, man muss ja nicht keine Freunde treffen, da brauch ich doch keine Allergie dazu. Hm, ja klingt so, aber: wenn ich mich schwer tu, NEIN zu sagen oder Schwierigkeiten habe mich abzugrenzen oder dazu neige, Dinge zu tun, die ich eigentlich gar nicht tun will, aber einem tiefen Glaubensmuster entspringt es, angepasst und brav zu sein, dann ist es nicht so einfach, klar und aufrichtig zu seinem Innersten zu stehen. Dann kommt der Körper und versucht der Seele zu helfen, in dem er ein Symptom produziert – wie zB eine Pollenallergie. Übersetzt heißt das, der Körper hilft dabei etwas wieder ins Lot zu bringen. „Bevor du dich unwohl fühlst, geb ich dir einen Heuschnupfen und du darfst zu Hause bleiben.“
Die Lösung: den Zweck / Ursache erkennen => ändern unsere inneren Haltung

Ein Beispiel für den körperlichen Anteil:

Allergien zeigen die Reaktionsfähigkeit unseres Immunsystems. Ein von unserem Körper als gefährlich eingestuftes Antigen (zB eine Polle) setzt sich an unsere Nasenschleimhaut, die Abwehr beginnt, Histamin wird ausgeschüttet – es kommt zu einer entzündlichen Reaktion wie Jucken, Augenrinnen, Hautirritationen, Atemnot usw. (das ist jetzt sehr vereinfacht erklärt – ich empfehle am Ende noch zwei tolle Bücher dazu).
Unser Immunsystem hat aber ganz abgesehen vom Antigen schon vieles andere zu erledigen und ist geschwächt. Es hat mit anderen Erkrankungen zu tun, ist vielleicht schwermetallbelastet, die Ernährung ist nicht ausgewogen, möglicherweise bewegen wir uns kaum und schlafen schlecht – der moderne Mensch ist grundsätzlich übersäuert, ist impfbelastet, hat vielleicht keine tolle Blutqualität usw usw … Das Immunsystem reagiert zusätzlich auch extrem sensibel auf unsere psychische Beschaffenheit, auf Stress, auf Freude, auf Emotionen ganz generell. Und da sehen wir schon, dass es mehr braucht als einfach 3 Wochen auf Zucker zu verzichten.
Die Lösung: Immunsystem stärken / den Körper entlastenWenn wir kinesiologisch an die Sache herangehen, dann zeigt dein Gesamtsystem ganz klar, welche Ebene gerade am meisten Unterstützung braucht und was im besten Fall parallel zueinander ablaufen soll. Es kann eine anfängliche Entgiftung der beste Einstieg sein, weil in einem gereinigten Körper auch die seelischen Altlasten leichter entrümpelt werden können. Es kann aber genauso gut sein, dass die geistig-seelischen Ursachen – der Lebensstress – zuerst erkannt, geordnet und gelöst werden wollen.
Wie immer sind in der Medizin die Lösungen individuell zu betrachten.Was kann ich präventiv bei Heuschnupfen machen?
Bevor es allerdings dazu kommt, dass wir Beschwerden überhaupt bekommen, können wir vorsorglich vieles tun. Die Liste ist lang und beinhaltet was wir sowieso wissen, aber nicht immer so leicht umsetzen können: ein erfülltes Leben in Freude, ausgewogene Ernährung, geistige Frische, Aussöhnung mit alten Verletzungen usw.
Meine Allergie-Klienten beginnen meist Angang Februar mit einer Kombination von Gemmamazeraten (spagyrische Essenzen) um die Allergiebereitschaft im Körper zu senken. Das kann eine Mischung aus Rotbuche, schwarzer Johannisbeere, Rosmarien, schwarzer Holunder, Hainbuche etc sein.
Schau gut auf dein Blut, deine Ernährung (Säure / Base), auf deinen Darm.

Zum Hinterfragen:

  • Mach dir bewusst, welche Vorteile deine Allergie / dein Heuschnupfen haben kann. (und jetzt nicht gleich die Augen verdehen)
  • Mach dir bewusst, in welchem Zustand dein Immunsystem ist – ein Zugang ist, dir anzuschauen wie bewusst und pfleglich du mit deiner Gesundheit umgehst
  • Mach dir bewusst wie du dich ernährst
  • Mach dir bewusst, welche seelischen Baustellen du hast

Ich selbst weiß, wie es sich anfühlt einer Allergie quasi „ausgeliefert“ zu sein – und ich weiß auch, was wir selber schaffen können damit es uns wieder besser gehen kann.

Hier nochmal die zwei Buchempfehlungen von mir:
Magdalena Stampfer – Allergien (r)evulutionär
Dr. Georg Weidinger – Das Wunder Immunsystem

Noch ein Tipp: Wenn du unter Allergien oder Heuschnupfen leidest und gerne und viel Kaffee trinkst, dann steig mal auf koffeinfreien Kaffee um. Koffein blockiert das Enzym Diaminoxidase, das für den Histaminabbau im Körper zuständig ist.
Genieß deinen Frühling
♥ Heike ♥