Arschengel – dein Feind wird zum Kompass

Ich beginne mit den weisen Worten von Robert Betz. Es sind Worte die mich seit vielen Jahren begleiten und mich nach der anfänglichen Verblüfftheit, Kränkung, Trauer oder Wut immer wieder daran erinnern, dass es keine Trennung von GUT und BÖSE gibt. Wenn dir ein Arschengel begegnet, schau genau, welches Geschenk er für dich in den Händen hält!

” Diejenigen zu mögen und zu lieben, die uns wohl gesonnen sind oder uns unterstützten oder lieben, ist nicht schwer. Anspruchsvoller ist die Aufforderung, unsere ‚Feinde’ zu lieben und sich für die Wahrheit zu öffnen, dass es in Wirklichkeit keine Feinde gibt.”

Wenn der ARSCH zum ENGEL wird hat alles einen SINN

Oh mein Gott, wie vielen Arschengeln bin ich in meinem Leben wohl schon begegnet? Wie viele habe ich als ARSCH abgespeichert, weil ich für die ENGELqualität nicht offen war? Und wie ging es mir, als mir bewusst wurde, dass der Aufreger zum Lehrmeister wurde? Wie oft war ich schon ein ARSCHENGEL, ein Quertreiber, ein Zurückdränger, ein Gegner?

Wie viel Wachstum dürfen wir erleben, nachdem uns irgendjemand deppat daher kam, uns unfair behandelt hat, riesige Steine in den Weg gerollt hat oder mit Liebensentzug bestraft hat? Ich behaupte: Wenn der Aufreger zum Lehrmeister wird, dann ergibt alles einen Sinn.

Mein Chef – DANKE dass du mein Arschengel warst

Bevor ich Kinesiologin wurde, war ich Redakteurin. Es war ein wahnsinniger toller Job für mich, die besten Kollegen, viel Wertschätzung und Entfaltungsmöglichkeiten. Ich fühlte mich behütet. Nach einigen Jahren, rief mein Herz nach einer großen Reise – doch da gab es einen großen Widerstand – meinen Chef. Eine einjährige Auszeit wäre der Plan gewesen – doch da seine Zustimmung fehlte, kündigte ich schweren Herzens. Es war ein langer Kampf zwischen Vernunft und Verlangen … Es waren unglaublich emotionale Wochen mit einer Achterbahn unserer beiden Gefühle.

Rückblickend war er DER HELD meiner Reise – denn ohne ihn wäre ich heute vermutlich nicht als selbstständige Therapeutin erfolgreich und würde heute nicht das tun, was ich tue – und ich hätte nicht DIE Reise meines Lebens gemacht :).

Es hat einige Zeit gedauert, bis das Unverständnis, die Trauer und die Wut verflogen sind und sich das wahre Geschenk meines Arschengels gezeigt hat. Dafür bin ich ihm bis heute unendlich dankbar!

Welchen Arschengeln bist du schon begegnet?

Wie oft werden wir durch das Verhalten von anderen dazu angehalten, unseren inneren Diamanten noch feiner zu schleifen – und damit unserem SELBST wieder ein Stück näher zu kommen. Der übergriffige Nachbar, der uns dabei hilft ganz klar zu sagen, wo unsere persönliche Grenze liegt – der überzeugte Arzt, der uns dazu bringt, unserer Überzeugung in punkto Gesundheit treu zu bleiben – der unangenehme Vorgesetzte, der uns ganz klar unseren Standpunkt vertreten lässt, wenn wir nicht mit ihm untergehen wollen. Die gute Freundin, die von der Vertrauten zur Anklagenden wird, dich zurückweist – und dich durch den Schmerz dazu motiviert, zu lieben was dich nicht mehr liebt. Der ungute Kunde, der seine Rechnung nicht bezahlen will und dich dazu antreibt endlich ein ordentliches Zahlungsmanagement zu etablieren? Oder den Bruder, die Schwester, den Arbeitskollegen … die Personen, die uns durch ihr Verhalten zu einer Innenschau einladen und sich als riesiger Glücksfall erweisen (natürlich immer erst nachträglich – haha). Ich könnte diese Liste eeeeewig weiterführen 🙂

Was hat das alles mit kinesiologischen Coaching zu  tun?

Probleme und körperliche Beschwerden werden oftmals in das Arschengel-Geschenkspapier verpackt. Es entsteht eine Opfer-Täter-Dynamik. Mir wurde das und jenes angetan und daher hab ich das Recht so und so zu sein, zu leiden, krank zu werden usw. Der Schuldige ist gefunden und ich bin das arme leidende und eppa noch kranke Opfer. So einfach, so gut. Doch genau das ist einer der Gründe, warum Heilung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Wir bleiben in der Opferrolle stecken und sehen dabei weder unseren eigenen Anteil, das was wir zu dem Problem beigetragen haben, noch das Gute, das für uns dabei herausgesprungen ist. Und das gibt es! IMMER. In welcher Form auch immer! Überall wo es einen Nachteil gibt, gibt es auch einen Vorteil. Wenn wir das Gesetz der Polarität kennen, fällt es uns leichter im FEIND einen KOMPASS zu sehen. Und irgendwann, meist einige Zeit später wissen wir, warum es genau SO und nicht anders für uns gut war.

Drum schau gut auf deine “Feinde” 🙂

alles Liebe Heike

 

Folgende Beiträge könnten für dich interessant sein:

HURRA, ein Problem!

Say Hello zur Königsdisziplin!